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Kulturdroge Alkohol
Alkoholische Getränke sind vielen Völkern
seit Jahrtausenden bekannt.
Die Sumerer, die im 3. Jahrtausend v. Chr. lebten,
hinterließen eine Keilschrifttafel auf der die
Herstellung von Bier detailliert beschrieben wird.
Griechen und Römer tranken bevorzugt Wein.
Die Chinesen brauten alkoholische Getränke auf
der Grundlage von Reis.
Die Germanen tranken Bier und Met (Honigwein).
Bier und Wein wurden als Getränke, Opfergaben
und Genussmittel geschätzt, aber auch die Möglichkeit
des Missbrauchs war bekannt. Trunkenheit wurde im Rahmen
kultischer Handlungen toleriert, nicht aber im Alltag.
In Nord- und Mitteleuropa war Bier bis zum 16. Jahrhundert
ein Grundnahrungsmittel. Zum Frühstück servierte
man Biersuppe - nicht nur den Erwachsenen, sondern auch
den Kindern.
Kaffee und Tee verdrängten schließlich im
17. und 18. Jahrhundert Bier als Universalgetränk,
als Lebensmittel gewann die Kartoffel zunehmend an Bedeutung.
Vom 19. Jahrhundert an wurde Branntwein industriell
produziert. Erstmals kamen damit hochprozentige alkoholische
Getränke zu niedrigen preisen auf den Markt, was
vor allem bei den unter extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen
leidenden Angehörigen des Proletariats zu einem
starken Konsumanstieg führte ("Elendsalkoholismus").
Auch heute sind alkoholische Getränke fester Bestandteil
unserer Alltagskultur. Man trinkt Bier, Wein, Sekt oder
Spirituosen:
Zum
Essen oder gegen den Durst
zu
geselligen Anlässen, Festen und Feiern aller Art
als
kleine "Besonderheit" im Alltag (Feierabendbier)
wenn
man Probleme hat und Entspannung sucht.
Immer noch geht es dabei um das rechte Maß. Der
mäßige Konsum alkoholischer Getränke
ist gesellschaftlich akzeptiert, unkontrollierter Konsum
und Trunkenheit dagegen werden weithin abgelehnt.
Quelle :DHS - Dt. Hauptstelle für Suchtfragen
e. V., 59003 Hamm (Alkohol-Basisinformation S. 2)
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